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Musikverein Zeckern
1. Vorstand
Michael Motz
Ringstr. 84
91334 Hemhofen
Tel. 09195/6979653
Kontaktformular
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1969 Bildung eines „Ausbilderstabes“ –
Gründungsversammlung am 2. Januar 1971
Martin Luther: „Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes, die den Teufel
vertreibt und die Leute fröhlich macht!“
Und diese Fröhlichkeit ist ansteckend. Bedauerlich ist nur,
dass wir es meist darauf ankommen lassen, uns bei anderen anzustecken, anstatt den
anderen Gelegenheit zu geben, sich bei uns zu infizieren. Dabei müssten wir doch wissen,
dass sich einem fröhlichen Menschen mit einem freundlichen Lächeln viele Türen öffnen.
Und wenn dieser Mensch dazu auch noch musikbegeistert ist, Unaussprechliches in Ton
und Klang verwandeln und dem willigen Musikfreund die Sprache der Musik erschließen kann,
dann findet er schnell Gleichgesinnte.
Diese Erfahrung machte im Jahre 1969 in der Ortschaft Zeckern der gelernte
Schuhmachermeister und spätere Heimleiter Hermann Zeitler. Der 1918 in Erfurt geborene
Musikfreund war 1968 über Kulmbach und Erlangen nach Hemhofen in den Ortsteil „Leithe“
gekommen und hatte schon wenige Monate später in seiner neuen und letzten Heimat –
er verstarb am 2. Februar 1994 – öffentlich zur Gründung einer Musikkapelle aufgerufen.
Da aber damals in Hemhofen die Musikkapelle Körner bereits Feiern und Feste musikalisch
umrahmte, außerdem im Ort der über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Spielmannszug der
Freiwilligen Feuerwehr agierte und im Nachbarort Röttenbach die Kapelle Wahl erfolgreich
auftrat, zog es den musikbesessenen Neubürger in die bis zum Jahre 1971 politisch noch
selbständige Ortschaft Zeckern. Dort fand er anfangs in Leonhard Hümmer und dem Adelsdorfer
Josef Stranski Musikfreunde, die mit ihm einen sogenannten „dreiköpfigen Ausbilderstab“
bildeten. Aufgabe dieser „Musiker-Troika“ war es, die Vereinsgründung vorzubereiten,
Lehrpläne aufzustellen, nach denen die zukünftigen Mitglieder der neuen Kapelle ausgebildet
werden sollten und vor allem die Mitgliederwerbung voranzutreiben. Diese selbstgesteckten
Ziele wurden erreicht.
So konnte schließlich am 2. Januar 1971 im Gasthof Bräunig am „Zeckerner Bahnhof“ der
„Musikverein Zeckern und Umgebung e.V.“ aus der Taufe gehoben werden. Zum ersten Vorstand
wählte man damals Hermann Zeitler. Sein „Vize“ wurde der spätere Ehrenbürger der Gemeinde
Hemhofen, Karl Krause.
Hauskrach beim Gründungsfest ...
Die Gründung des neuen Vereins musste natürlich auch groß gefeiert werden, das ist nun mal
so, und das tat man dann auch vom 11. bis 13. Juni. Auf dem Gelände der SpVgg Zeckern
wurde ein geräumiges Bierzelt aufgestellt, mehrere Musikkapellen wurden angeschrieben und
Musikfreunde von nah und fern in die Ortschaft Zeckern gerufen. Als Patenverein trat der
Musikverein Kulmbach-Weiher auf - eine Musikgruppe, die der erste Vorsitzende der Zeckerner
Musiker, Hermann Zeitler, Jahre vorher gegründet hatte, als er in der Bierstadt Kulmbach
noch beruflich gebunden war. Schirmherr der Veranstaltung war MdL und Amtsgerichtsrat
Franz Krug (später Landrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt).
Die Organisation klappte also tadellos. Für Speis und Trank war gesorgt. Freiwillige
Helfer standen in ausreichender Zahl zur Verfügung. Viele Vereine kündigten ihr Kommen an.
Aber einer spielte nicht mit, ließ das von den Musikern erhoffte Wohlwollen vermissen:
der Wettergott. Er ließ die Veranstalter buchstäblich im Regen stehen, so dass der Ablauf
des Festes erheblich gestört war, der ganz große Erfolg ausblieb. Dazu kam noch, dass sich
nach dem Fest ein „zünftiger Hauskrach“ bei den Musikern des Ortes einstellte. Anders: als
die Ergebnisse des Festes analysiert wurden, kam es überraschend zu „vereinsinternen
Meinungsverschiedenheiten“ - und das obwohl später in der Vereinschronik zu lesen war:
„Wir sind finanziell noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen!“
Diese Feststellung nützte nicht viel. Der Ausdruck des Zornes war schon voll entflammt,
die Wogen der Auseinandersetzung nicht mehr intern zu glätten. So mussten schließlich
Rechtskundige bemüht werden, die Probleme zu lösen. Man schloss einen Vergleich.
Trotzdem: der erste Vorsitzende Hermann Zeitler trat von seinem Führungsamt zurück und
aus dem Verein kurzerhand aus.
Aber es ist ein Gesetz im Leben, dass sich immer eine Tür öffnet, wenn sich eine andere
schließt. Und so wurde bald der Weg frei für eine neuen Führungsmannschaft. Die Musiker
bestimmten den späteren Ehrenvorsitzenden Karl Krause zum ersten Vorstand, zu seinem
Stellvertreter ernannte man Valerian Nowecki, musikalischer Leiter wurden Konrad Mönius
(genannt Amons Kolla) und Günter Siebenhaar, Ausbilder Martin Amon und Georg Wahl
aus Röttenbach.
Aus dem Vereinsleben ...
Musikproben fanden zuerst im Feuerwehrhaus Zeckern statt, später wechselte man in das
Schulhaus Zeckern, dann in den alten Saal der Gaststätte Bräunig und fand schließlich bis
zum heutigen Tage eine Bleibe im Schulzentrum der Großgemeinde Hemhofen. Bald waren es 34
Musiker, die da probten, weitere 75 „Passive“ stärkten den Verein, der im Ort und in der
Umgebung den „richtigen Ton“ traf.
Eines der ersten Fotos (1974)
„Ära Brauer“ begann ...
Im Monat März des Jahres 1979 legte nach zehnjähriger Amtszeit der damals 72jährige
rührige Vorstand Karl Krause das Führungsamt, wie es hieß aus „Alters- und
Gesundheitsgründen“, nieder. Sein Nachfolger wurde Alfred Brauer. Zum „Vize“ bestimmten die
Musiker Manfred Endres, musikalische Leiter wurden Günter Siebenhaar und Martin Amon.
In die „Ära Brauer“ fiel vom 17. bis 19. Juli 1981 auch das 10-jährige Gründungsjubiläum des
Musikvereins Zeckern. Und wieder war alles bestens geregelt, und wieder „spielte“ – wie 1971 beim
Gründungsfest – der Wettergott nicht mit. Es regnete an den Festtagen ohne Unterlass.
Sogar das geräumige Bierzelt auf dem Sportgelände der SpVgg Zeckern stand zeitweise unter
Wasser. Aber Hoffnung ist das Brückengländer, an welchem wir uns halten, um nicht zu stürzen
in dunkler Zeit. An diesen Satz dachten die Verantwortlichen des Musikvereins, als noch am
Festsonntag in der Frühe neue Regenwolken aufzogen. Und siehe: als sich gegen 13:00 Uhr 46
Vereine zum Festzug formierten, hatte der Himmel ein Einsehen. Die Regengüsse hörten auf,
so dass das Fest doch noch – wie Vorstand Brauer später sagte – ein „voller Erfolg“ wurde.
Im Festzelt selbst sorgte der musikbegabte Günter Siebenhaar mit seiner in schwarzen Hosen
und roten Westen auftretenden „Blaskapelle des Musikverein Zeckern“ für Stimmung;
unterstützt wurden die einheimischen Musiker von der aus dem Augsburger Umland angereisten
Trachtenkapelle „Die Laugnataler“. Schließlich spielten die „Silbersterne“ aus Hausen am
Abend zum Tanz auf. Für Unterhaltung sorgte auch das „Aurach-Duo“.
Manfred Schmidt trat an ...
In der Jahreshauptversammlung am 8. März 1985 stellte Alfred Brauer sein Vorstandsamt zur
Verfügung, um, wie er damals sagte, den „Vorsitz des Vereins in jüngere Hände zu legen“.
So wählte man damals Manfred Schmidt zum neuen „Vereinschef“, sein Vertreter wurde Eugen
Gügel. Das Schriftühreramt übernahm Stefan Stilkerich, zum 1. Dirigenten ernannte man
Günter Siebenhaar, Hauptkassier wurde Erwin Krause.
Diese Führungsriege registrierte am Tage ihrer Amtsübernahme 87 passive Mitglieder und
22 aktive Musiker. Dabei etwas ungewöhnlich: die 22 Aktiven sowie ihr Dirigent Günter
Siebenhaar kamen aus 12 Ortschaften des Umlandes. Dazu ein Kommentar in der Vereinschronik:
Leider ist kein Musiker aus Hemhofen dabei, obwohl es dort eine größere Anzahl von Musikern
gibt, die in unserer Kapelle spielen könnten. Da es aber im Landkreis Erlangen-Höchstadt
insgesamt 22 Musikkapellen und Spielmannszüge des Nordbayerischen Musikbundes gibt, ist
die Abwerbung unserer Musiker sehr groß.“ Aus dem damaligen Arbeitsbericht: „Im Jahre 1984
hatten wir 36 Proben und 50 öffentliche Auftritte.“
Im selben Bericht wurde auch Karl Krause jun. aus Drügendorf bei Bamberg und Georg Motz
aus Boxbronn lobend erwähnt, die „trotz ihrer weiten Anfahrt regelmäßig auf den Proben zu
finden sind.“ Und noch ein Musikbegeisterter findet in den Vereinsannalen lobend Erwähnung:
es ist der damals 76jährige Martin Amon. Ihm wurde besonders gedankt für „die gute
Aufbauarbeit bei der Ausbildung junger Musiker und den Einsatz bei der Leitung der Proben,
wenn die Dirigenten verhindert sind.“
Günter Siebenhaar wollte aufgeben ...
Im Jahre 1986 überraschte der rührige Dirigent Günter Siebenhaar seine Zeckerner Musiker:
er kündigte seinen Rückzug als musikalischer Leiter des Vereins an. So beschloss man
schließlich Fritz Bock die Stabführung in Zeckern zu übertragen. Dieser sagte zuerst ab,
dann kam er aber doch und leitete 1987 die Musikkapelle Zeckern etwa neun Monate lang.
Als er abtrat, musste Günter Siebenhaar wieder den Dirigentenstab ergreifen. Diesen hielt
er fest bis zum Jahre 1988, dann gab er ihn weiter an Peter Wahl, dem die Leitung der
Musikproben oblag.
Fritz Bock verpasst der Kapelle ein neues Outfit (bei einem Auftritt 1988)
Mit Matthäus Maar in die Neunziger Jahre ...
Kein Unbekannter ist in den Vereinen der Großgemeinde Hemhofen der Presseangestellte
Matthäus Maar. Und als im Jahre 1989 der Musikverein Zeckern einen neuen Vorsitzenden
suchte, weil Manfred Schmidt sein Amt zur Verfügung stellte, war es keine Überraschung,
dass Matthäus Maar zum Vorsitzenden gewählt wurde. Zu seinem Stellvertreter bestimmte man
Eugen Gügel. Die Stabführung bei den Aktiven übernahm Peter Wahl.
In seiner Antrittsrede sagte Maar, er wolle auf den „großen Erfolgen des Vereins
weiterbauen und neue Kontakte auch zu großen Musikvereinen knüpfen“. Im Jubiläumsjahr 1996
wird er dazu Gelegenheit haben. Dabei unterstützen wollen ihn sein neuer „Vize“ Michael
Motz, Kassier Erwin Krause, Schriftführer Hans Mönius sowie die Mitglieder des
Festausschusses: Adolf Krause, Valerian Nowecki, Hans Ullmann, Georg Wagner und Georg
Otzelberger.
Natürlich kann ein Verein sein Arbeitsprogramm nur dann erfolgreich durchführen, wenn
ein enges Band zwischen den Musikern, den ehrenamtlichen Mitarbeitern, der Bevölkerung
und den zuständigen Behörden besteht. Sie alle waren 1996 aufgerufen, sich mit Idealismus
für die Belange des gemeindlichen Musiklebens einzusetzen.
Im Juni wurden mit einem Festkommers die Feierlichkeiten anlässlich des 25-jährigen
Vereinsjubiläums eingeleitet. Das eigentliche Festwochenende fand dann vom 05. bis 07.Juli statt.
Auch hier regnete es wieder bis Sonntag morgen. Den Höhepunkt und den Abschluss der Feierlichkeiten
bildete der Festzug mit 45 Vereinen (davon 10 Musikkapellen) und der anschließende Gemeinschaftschor.
Und hier meinte es Petrus wieder gut mit uns und schickte uns strahlenden Sonnenschein.
Michael Motz übernimmt das Ruder ...
In der Hauptversammlung im März 1997 wurde die gesamte Vorstandschaft verjüngt. 1. Vorsitzender wurde
Michael Motz, der bereits vorher aktiv in der Vorstandschaft tätig war. Sein Stellvertreter wurde
Michael Bärthlein aus Hemhofen. Die Kasse wurde von Andreas Siebenhaar übernommen, Hans Mönius agierte weiterhin
als Schriftführer. Dirigent blieb der bewährte Musiker Peter Wahl, unter dessen musikalischer Leitung die
Kapelle ihren Bekanntheitsgrad weiter steigern konnte.
2003 stellte Michael Bärthlein seinen Stellvertreterposten zur Verfügung und Friedrich Nendel
rückte für ihn nach. Schriftführer wurde Stefan Stilkerich nachdem Hans Mönius aus beruflichen Gründen nicht
mehr zur Verfügung stand.
Das 40-jährige Vereinsjubiläum 2011
Der Verein hat 2011 20 aktive und 125 passive Mitglieder. Die Vorstandschaft besteht aktuell aus Michael Motz (1. Vorstand),
Fritz Nendel (2. Vorstand), Peter Wahl (Dirigent), Stefan Stilkerich (Schriftführer), Andreas Siebenhaar (Kassier) und Richard Schmidt, Georg Motz und
Karin Scharf (Beisitzer).
Und so sahen wir damals aus:

Der Festkommers
Start für unser 40-jähriges Bestehen war der Festkommers am 14.05.2011
Vorankündigung Festkommers des MV Zeckern im Fränkischen Tag, Lokalsteil Höchstadt am 10.05.2011
Der Festkommers war ein gelungener Abend mit fast 200 Gästen. Die Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine zogen mit dem Jubelverein in die St. Wendelinskirche zum ökumenischen
Gottestdienst, der vom Gesangsverein "Waldeslust" Zeckern mitgestalet wurde. Anschließend begab man sich im Festzug belgeitet von den "Adelsdorfer Musikanten" und der Röttenbacher Blasmusik
zur Mehrzweckhalle Hemhofen. Firtz Nendel hatte mit seiner Assistentin Karin Scharf eine launige Präsentation zur Geschichte des Vereins vorbereitet, so dass der Festkommers keine trockene
Veranstaltung wurde. Die Adelsdorfer Musikanten umrahmten den offiziellen Teil und gaben ihm damit einen würdigen Rahmen. Die Röttenbacher Blasmusik hatte die Zeit zwischen Gottesdienst und
dem Start des offiziellen Teils musikalisch überbrückt und setzte mit Unterhaltungsmusik nach dem offiziellen Teil den Schlusspunkt unter einen schönen Abend.
Bericht zum Festkommers des MV Zeckern im Fränkischen Tag, Lokalteil Höchstadt am 17.05.2011
Die CubaBoarschen in Hemhofen
Höhepunkt unseres 40-jährigen Jubiäums war dann ein Festabend am 08.10.2011 mit der aus Funk und Fernsehen bekannten Band
.
Dafür hatten wir die Bevölkerung und auch die benachbarten Vereine in die Mehrzweckhalle nach Hemhofen eingeladen.
Plakate und Flyer hatten wir gedruckt, auf der eigenen Webseite, im Internet und über den Nordbayerischen Musikbund hatte wir Werbung gemacht - und unser Aufwand wurde belohnt.
Die Halle in Hemhofen war fast voll und wir hatten einen unbeschreiblichen Abend mit Musik vom Allerfeinsten.
Auch die vorbereiteten kleinen Speisen und Getränke wurden gut angenommen, so dass wir als Veranstalter rundum zurfieden sein konnten.
An der Stelle sei auch noch einmal allen Helferinnen und Helfern gedankt, ohne deren Engagement dieser schöne Abend gar nicht möglich gewesen wäre.
Aktuelles ...
Im Frühling 2012 soll noch ein „Festival der Blasmusik“ folgen.
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© Musikverein Zeckern und Umgebung 2003 |
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